Religionslehrer/-in

Das Studium dauert je nach Abschluss zwischen sechs und zehn Semestern. Katholische Theologie kann dabei mit verschiedenen anderen Unterrichtsfächern in einer Zwei- oder Drei-Fächer-Kombination studiert werden. Gegebenenfalls nachzuholende Sprachkenntnisse in Latein, Griechisch oder Hebräisch können in den ersten Semestern erworben werden. Schulpraktika sind üblich. Die persönliche und berufliche Übereinstimmung der KandidatInnen mit den Lehren der katholischen Kirche muss vor Erteilung der kirchlichen Unterrichtserlaubnis beziehungsweise der Missio Canonica durch zwei Referenzgeber bezeugt werden. Nach dem abgeschlossenen theologisch-religionspädagogischen Studium (1. Staatsexamen) erteilt der Bischof, in dessen Bereich der Ort des Referendariats liegt, die vorläufige kirchliche Unterrichtserlaubnis.

Im Anschluss an das erfolgreich absolvierte in Niedersachen dauernde achtzehn Monate Referendariat (2. Staatsexamen) erteilt der Bischof, in dessen Diözese der Lehrer/die Lehrerin unterrichtet, die unbefristete Missio Canonica. Beim Wechsel an eine Schule in einem anderen Bistum wird diese zumeist problemlos anerkannt. ReligionslehrerInnen bilden sich vor allem theologisch und religionspädagogisch regelmäßig fort.
Im Religionsunterricht werden die Fragen nach Gott, nach dem Sinn des menschlichen Lebens und der Welt insgesamt behandelt. Der Religionslehrer/die Religionslehrerin hilft den Schülerinnen und Schülern bei der Aufgabe, sich diesen großen Fragen zu stellen und zu einem eigenen Standpunkt zu finden. Hilfreich dabei sind die Antworten, die die Menschen in der Vergangenheit gegeben haben und die auch heute noch für die Christen wichtig sind.

Ausbildung

Für Lehrer an Grund-, Haupt-, Real- oder Förderschulen mit dem Fach Katholische Religionslehre und anderen Fächern:

• Schulabschluss: in der Regel Abitur

• Studium an einer Hochschule mit dem Fach Katholische Theologie/Religionspädagogik (6-7 Semester) mit Masterabschluss / Abschluss 1. Staatsexamen mit Praktika während des Studiums, anschließend eineinhalbjähriges Referendariat (je nach Bundesland verschieden)

Für Lehrer an Gymnasien und Beruflichen Schulen mit dem Fach Katholische Religionslehre und anderen Fächern:

• Schulabschluss: Abitur

• Studium der Katholischen Theologie an der Universität mit Abschluss Masterabschluss / Abschluss 1. Staatsexamen für den Schuldienst an Gymnasien und Beruflichen Schulen (mind. acht Semester) mit Praktika während des Studiums, anschließend eineinhalbjähriges Referendariat

• Oder Studium der Katholischen Theologie im Zweitfach an der Universität Hohenheim nur für berufliche Schulen

Für alle:

• Der/die Religionslehrer/in wird vom Bischof zur Erteilung des Religionsunterrichts beauftragt und erhält von ihm die Missio Canonica.

Nähere Einzelheiten über die Ausbildung und die (verpflichtende) Studienbegleitung erhalten Sie bei der Abteilung Schulen im Bischöflichen Generalvikariat.

Zusatzqualifikation

Katholische Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen, Sonderschulen und Gesamtschulen, die daran interessiert sind, kath. Religionsunterricht zu erteilen, und deshalb die Lehrbefähigung (mit Missio Canonica) im Fach Kath. Religion erwerben möchten, können an einer Weiterbildungsmaßnahme teilnehmen.
Veranstalter ist das Niedersächsische Landesamt für Lehrerbildung und Schulentwicklung (NiLS) in Zusammenarbeit mit der Abteilung Schulen und Hochschulen des Bistums Osnabrück und des Bischöflichen Münsterschen Offizialats Vechta sowie Haus Ohrbeck. Die ca. zehn Seminare finden zu 2/3 in den Ferien statt.
Interessierte finden zum bereits begonnenen Weiterbildungskurs 2015-2016 hier detaillierte Informationen.

Kontakt

Franziska Birke-Bugiel
Referentin
Haus Ohrbeck - Katholische Bildungsstätte
Am Boberg 10 - 49124 Georgsmarienhütte
Telefon: 0 54 01 336-37