Weitere Berufe

Apostolatshelferin Säkularinstitut Kirchenmusiker/-in Soziale Berufe • Küster/Sakristanendienst Verwaltung und Bildung

Apostolatshelferin

Von Gott allein leben, für ihn und die Menschen, als Laie mitten in der Welt - ist das möglich? Gott ruft und befähigt dazu auch in unserer Zeit.

Schon in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg stellten sich einige junge Frauen die Frage, wie es zu verbinden sei, von Gott allein zu leben (wie es ihnen in kontemplativen Orden gegeben schien) und zugleich bei den Menschen in ihren Nöten und Schwierigkeiten zu bleiben. Mit dieser Frage gingen sie zu ihrem Bischof, Kardinal Mercier von Mecheln (Belgien). Dieser erkannte darin eine Antwort auf sein Suchen nach neuen Möglichkeiten, dem Glaubensschwund und der Entchristlichung zu begegnen. Er ermutigte sie, aus Liebe zu Gott und der Kirche in ihrem jeweiligen Lebensbereich zu bleiben. Als Bischof wollte er jeder einzelnen von ihnen an seiner Heilsorge für alle in seiner Diözese in besonderer Weise Anteil geben. Seit Ende der vierziger Jahre haben Bischöfe auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz Frauen zu diesem apostolischen Leben gerufen.

Tätigkeitsbereiche und Voraussetzungen

Sie leben und arbeiten in den verschiedensten Bereichen, z.B. als Krankenschwester, Gemeindereferentin, Unternehmerin, Musikerin, Sekretärin, Verkäuferin, Lehrerin.

Es geht darum, alle Lebensbereiche, wo immer die Einzelne steht, mit dem Geist des Evangeliums zu durchdringen. Der "Dienst" der Apostolatshelferin ist weder auf den Beruf noch auf die Freizeit begrenzt. Vielmehr ist sie mit ihrer ganzen Existenz in Dienst genommen für die Liebe, mit der Gott die Welt liebt.

Durch einen ausdrücklichen Ruf gibt der Diözesanbischof im Namen Christi einem Laien teil an der Sendung, die Christus seinen Aposteln anvertraut hat. "Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch!" (Joh 20,21) Dieser Ruf setzt voraus, dass die Apostolatshelferin bewusst und frei zustimmt, mit allem, was sie ist und hat, ganz Gott zu gehören. Das heißt auch, dass sie um Gottes und seines Reiches willen ehelos bleibt.

Wer als Apostolatshelferin leben will, braucht Hilfen; in jeder Diözese, in der Apostolatshelferinnen sind, gibt es eine "Ausbildung", die auf den Ruf des Bischofs vorbereitet und weiterhin das ganze Leben begleitet.

Wer ist gemeint?

Junge ledige Frauen,

  • die in ganzer und endgültiger Bindung an Gott mitten unter den Menschen bleiben wollen,
  • die bereit und fähig sing, Verantwortung zu tragen,
  • die offen sind, das ganze Leben hindurch die angebotene Ausbildung und Hilfe anzunehmen.

Für den Beginn ist ein Mindestalter von 19 Jahren und ein Höchstalter von 30 Jahren vorgesehen.

Säkularinstitute

Christusnachfolge auf den Straßen dieser Welt

Wer bis Mitte unseres Jahrhunderts sich zu einem Leben nach den evangelischen Räten (Armut, Ehelosigkeit, Gehorsam) berufen wusste, tat einen deutlichen Schritt aus dem gewohnten Lebensraum heraus und trat meist in ein Kloster ein. So wurde - und wird bis heute - die bewusste Entscheidung für Christus und seine Ziele allen angezeigt.

Die gesellschaftlichen Entwicklungen nach dem Ersten Weltkrieg und die Zeit politischer Verfolgung der Kirche im Nationalsozialismus verstärkten in manchen Christen den Wunsch, unerkannt - mit Verzicht auf äußere Veränderungen der Lebenssituation - eine Lebensentscheidung für Christus nach den evangelischen Räten zu treffen, ohne diese durch äußere Merkmale (Ortswechsel, andere Kleidung) anzuzeigen. Sie wollten "inmitten der Welt" als lebendiges Glied der Kirche die Ganzhingabe an Christus leben. Dies nicht zuletzt, um Kirche dort verborgen gegenwärtig zu setzen und wirksam zu machen, wo sie offiziell keinen Einfluss mehr nehmen konnte. Die Kirche ermöglichte dann mit der Konstitution "Provida Mater" (1947) die rechtliche Errichtung solcher Geistlicher Gemeinschaften unter dem Namen "Säkularinstitute" - deutsch manchmal auch "Weltgemeinschaften" genannt.

Säkularinstitute im Bistum Osnabrück
Institut St. Bonifatius
Schönstätter Marienschwestern

Säkularinstitute in Deutschland

Kirchenmusiker/-in im Bistum Osnabrück

Die zentrale Aufgabe des Kirchenmusikers oder der Kirchenmusikerin besteht darin, durch Musik am Verkündigungsauftrag der Kirche teilzunehmen und Kirchenmusik als integrierenden Bestandteil in die gottesdienstliche Feier einzubringen. So ist der Kirchenmusiker bzw. die Kirchenmusikerin in erster Linie als Organist/-in, Chorleiter/-in oder als Kantor/-in tätig.
Die Tätigkeit ist aber nicht nur auf den liturgischen Bereich beschränkt. Darüber hinaus wirkt der Kirchenmusiker bzw. die Kirchenmusikerin auch als Musikerzieher/-in in der Musikalischen Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung, innerhalb einer Gemeinde oder eines Bezirkes.

Weitere Informationen finden Sie unter Kirchenmusik im Bistum Osnabrück

Soziale Berufe

In der Diözesanstelle Berufe der Kirche erhalten Sie "Erstinformationen".
Weitergehende Auskünfte erhalten Sie beim Caritas-Verband .

Küster/-in, Sakristanendienst

Ehrenamtlichen Engagement ist die Zunkunft einer lebendigen Kirche in Deutschland, insbesondere im Bereich runf um die Kultur der Gottesdienste und gottesdienstlicher Räume. Wie vorher hauptamtlich angestellte Küster einen festen Arbeitsplatz hatten, kommt heute kaum ein Pfarrer ohne die freiwillige Mitwirkung engagierter Gemeindemitglieder aus. Häufig muss es sogar ganz ohne einen "professionellen" Sakristan gehen.

Voraussetzungen

  • gute Kontaktfähigkeit
  • Hilfsbereitschaft, Einfühlungsvermögen und Urteilskraft
  • Entscheidungsfähigkeit und selbstständiges Arbeiten
  • christliche Lebensweise
  • Liebe zu diesem Dienst
  • liturgische Kenntnisse
  • praktisches und technisches Geschick

Ausbildung

Vierteiliges Seminar für neben- und ehrenamtliche Sakristaninnen und Sakristane vermittelt grundlegende Kompetenzen, um den Dienst eigenständig mit Freude und Sachverstand ausüben zu können.

Verwaltung und Bildung

Arbeiten bei Kirche und Caritas:

Ausbildung zur Kauffrau/-mann für Büromanagement (Bistum Osnabrück und Caritas)
Ausbildung zum Fachinformatiker/-in Systemintegration (Caritas)

Das Bischöfliche Generalvikariat (BGV) ist die Verwaltungsbehörde des Bistums Osnabrück. Insgesamt sind dort rund 250 Mitarbeiter/-innen beschäftigt. Das Generalvikariat hat acht Abteilungen und drei Stabsstellen, die zum Teil in Fachbereiche und Referate gegliedert sind. Weitere Informationen finden Sie im hier.

Ansprechpartnerin im Bischöflichen Generalvikariat, Hasestr. 40 a
Abt. Personal und Organisation:
Renate Gausmann
Tel. 0541 318-324
E-Mail: